Biber: „Die guten Geister des Wassers“

Bund Naturschutz und Gregor Louisoder Umweltstiftung informieren mit einer Wanderausstellung zum Biber in Bayern

BiberBiber als „gute Geister des Wassers“ umschreibt die vielfältigen ökologischen  Vorteile dieser Tierart: Biber sind unsere wichtigsten Verbündeten,  um den fortschreitenden Verlust bedrohter Tier- und Pflanzenarten zu verhindern.  Keine zweite Tierart schafft anderen Pflanzen und Tierarten so viel Lebensraum. Vom Biber angelegte Feuchtgebiete sind viel artenreicher und  kostengünstiger als jedes vom Menschen angelegte Biotop. In Zeiten der Klimaerwärmung ist der Wasserrückhalt durch den Biber unverzichtbar. Der Biber ist ein Baumeister für Artenvielfalt und unverzichtbarer Bestandteil der bayerischen  Gewässer und Auen. Um Konflikte mit Landnutzern zu minimieren  fordern die Naturschützer,  endlich die in anderen Bundesländern  längst gesetzlich verankerten naturnahen Uferstreifen, mehr Mittel für Präventionsmaßnahmen und eine überfällige Renaturierungsoffensive an Gewässern  umzusetzen.

Abweichend vom Bundesgesetz hat die Regierungsmehrheit von CSU und FDP  am 16.12.2009 diese in fast allen Bundesländern eingeführten, ungenutzten  Pufferstreifen an Bächen und Flüssen von mindestens 5 Meter Breite auf  Druck des Bauernverbandes abgelehnt und bei einer gesetzlich verlangten  Überprüfungsmöglichkeit am 14.2.2012 erneut im Bayerischen Landtag verhindert.  Dieser Platz für mehr Natur an den Fließgewässern wäre ein entscheidender  Schritt für die Biodiversität.

Bestandteil der Ausstellung ist eine Skulptur desmit dem renommierten Otto-Grau-Kulturpreis ausgezeichneten Nürnberger Bildhauers
Christian Rösner: “Der Mensch sitzt dem Biber im Nacken – aber der Biber  trägt den Mensch auch und bringt in seinem Kielwasser etliche seltene Tierarten  zurück.“ Bei seiner Skulptur geht es um das Gleichgewicht zwischen  Mensch und Tier.

Dr. Kai Frobel, Artenschutzreferent des BN bezeichnete als Ziel der Ausstellung, den Biber mit seinen 3.500 Revieren und ca. 14.000 Exemplaren in Bayern unter einem anderen Blickwinkel zu sehen: „Die Verengung der öffentlichen  Diskussion auf monetäre „Schäden“ verkennt völlig die Leistungen und  Vorteile gerade dieser Tierart für den Naturhaushalt, für andere gefährdete  Arten, aber auch die viel höheren wirtschaftlichen Vorteile für uns Menschen“.

Die Ausstellung will diese wichtigen Aspekte ins Gedächtnis rufen. Sie kann von Kommunen, Behörden, Vereine und Verbände kostenfrei ausgeliehen  werden über den BN-Bibermanager Nordbayern, Horst Schwemmer, horst.schwemmer@bund-naturschutz.de

Ausstellung online (pdf)

 

Claus Obermeier


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